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Bericht zum 3. China-Tag des FMCS an der Uni Köln PDF Drucken
Montag, 8. März 2010

Am 6. Dezember war es wieder so weit: Der FMCS hatte alle Interessierten zum 3. Chinatag an der Universität zu Köln eingeladen. Thematisch ging es dieses Mal um Klima, Zivilgesellschaft, Lebensmittelsicherheit und neue Entwicklungen im Bereich der Rechtspolitik. Zwar konnte den Zuhörern kein so umfangreiches Buffet wie im letzten Jahr geboten werden, als die Kölnmesse als Sponsor auftrat, aber dafür gab es Kaffee und Kuchen bis zum Umfallen und interessante Vorträge, die den verbleibenden Wissenshunger stillten.

ZuhörerDen Anfang im Block zur Klimapolitik machte Dr. Yaping Shao vom Institut für Meteorologie, welcher über die Konstanten der chinesischen Klimapolitik referierte. Ergänzt wurde dieser Vortrag von Dipl. Regionalwissenschaftler Christian Ellermann, der seine von beruflicher Praxis geprägte Sicht auf die Klimapolitik darlegte. Ganz konkret wurde es dann beim Vortrag von M.A. Maximilian Maier, der über seine Erfahrungen in klimabezogener Feldforschung im Westen Chinas sprach. Die Vorträge bildeten einen guten Einstieg für die sich anschließende Diskussion über die Erwartungen und Chancen an den Weltklimagipfel in Kopenhagen.

Im zweiten Block referierte Dipl. Regionalwissenschaftler Klaus Becker über das chinesische Lebensmittelrecht als Angelpunkt der Bemühungen um Lebensmittelsicherheit. Ein Thema, das in China mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Um allgemeinere Entwicklungen in der chinesischen Rechtspolitik ging es dann beim Vortrag von Dipl. Regionalwissenschaftler Daniel Sprick, welcher über den Personalwechsel an der Spitze des Obersten Volksgerichts und die neuen Leitlinien der Rechtssprechung referierte. Die Entwicklungen weisen in Richtung einer stärkeren politischen Einflussnahme der Regierung auf Richter und Gerichte, eine Problematik deren weiterer Verlauf kaum abzusehen ist. Die zentrale Frage war dabei, inwieweit die chinesische Justiz wirklich unabhängig ist?

Vorstand und Vortragende
Tim Glaser, Anja D. Senz, Nora Sausmikat, Christian Kiefhaber

Den dritten und letzten Vortragsblock bildeten zwei Vorträge zum Thema Zivilgesellschaft in China. Dr. Nora Sausmikat berichtete über ein Projekt des Asienhauses in Essen in Kooperation mit der EU, das EU-China Civil Society Forum. Ziel des Projekts ist es, die inhaltliche Zusammenarbeit von NGOs in China und in Europa zu fördern. Ein spannendes Thema und sicher ein Grund mehr, sich zu überlegen ob man nicht in Essen ein Praktikum machen könnte. Frau M.A. Anja Senz von der Uni Duisburg-Essen berichtete hingegen über die chinesischen Dorfwahlen als Ausdruck einer sich entwickelnden Zivilgesellschaft. Anhand einiger Beispiele entstand hier ein differenziertes Bild, das Vor- und Nachteile der Dorfwahlen beleuchtete, und Probleme, wie z.B. den mangelnden Einfluss auf die Nominierung der Kandidaten herausstellte. Nach sieben Vorträgen hatten sich dann die Zuhörer den im Anschluss ausgeschenkten Rotwein verdient und fanden Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten.

Hier die Präsentationen der Referenten als PDFs:

 
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